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13.08.2013:

Pressemitteilung der SVG Nr. 31 / 2013

Dramatik bis zur Entscheidung in Bundesliga

Erst in der Wiederholung des letzten Finallaufs fiel die Entscheidung zugunsten des gastgebenden Teams Wolfslake Falubaz Berlin. Damit zieht die Renngemeinschaft im ersten Jahr des Bestehens als zweiter Finalist in die Endläufe um den Titel ein.
Begonnen hatte das Rennen jedoch vollkommen anders. Die Nordsterne, von der Papierform scheinbar begünstigt, starteten vehement in das Meeting und führten nach dem vierten Lauf bereits mit 16 zu 8 Punkten. Danach drehte sich das Rennen jedoch komplett. Zuerst krachte Piotr Pawlicki ohne Fremdeinwirkung in die Airfence, bleib dabei zum Glück unverletzt. Nicht so großes Glück hatte sein Bruder zwei Läufe später als er aus großer Höhe auf die Bahn fiel. Die erste Diagnose lautete Schlüsselbeinbruch und sein Fehlen schwächte die Nordsterne erheblich.
Die Wolfslaker nutzen die Chance und machten aus dem Rückstand einen zwischenzeitlichen Vorsprung von acht Punkten. Kurios endete der nachfolgende Jokereinsatz: Mikkel Bech hatte nicht verstanden, dass Piotr Pawlicki mit der doppelten Punktzahl belohnt würde und querte vor seinem Teamkameraden die Ziellinie. Trotzdem stellten die Nordsterne den Anschluss her, den Kamil Adamczewski und Aleksandr Loktaev für Wolfslake wieder auf vier Zähler vergrößern konnten.
Mit diesem Vorsprung gingen die Gastgeber auch in den abschließenden Finallauf und hatten alle Trümpfe auf seiner Seite, denn die Nordsterne brauchten unbedingt einen Doppelsieg. Tatsächlich schafften diese das scheinbar Unmögliche und führen gemeinsam als Adamczewski stürzte und der Lauf ohne ihn wiederholt werden musste. Im Re-Run gewann Krysztof Jablonski den Start, aber Piotr Pawlicki konnte sich an ihm vorbei arbeiten. Als auch Mikkel Bech vorbeifuhr, kam es in der letzten Kurve zum Sturz. Der Schiedsrichter wertete den Einlauf und damit steht Wolfslake Falubaz Berlin im Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. „Heute hatten wir eindeutig das Glück auf unserer Seite“, schätzte Jörg Reinnel, der sportliche Leiter der Wolfslaker, das Ergebnis ein. „Daran hätte ich nach den ersten vier Läufen wirklich nicht mehr gedacht und es freut mich natürlich für unser Team und unsere Zuschauer“
Ganz anders fiel natürlich die Einschätzung der Gäste aus. „Wir werden gegen die Schiedsrichterentscheidung Protest einreichen, auch wenn das wahrscheinlich nichts an der Wertung ändert. Im letzten Lauf hat man unseren Mikkel Bech unsportlich abgeräumt", sagte Teamchef Torsten Berger und ergänzt: „Aber wir haben vorher wichtige Punkte liegen gelassen. Tobias Busch fuhr leider unter seinem Niveau. Mikkel Bech fand zu spät ins Rennen, verlor zu viele Punkte und hat trotz klarer Ansage den Joker seines Teamkollegen verspielt. Mathias Schultz konnte eine solide Leistung abrufen. Piotr und Przemyslaw Pawlicki waren hochmotiviert und wollten ihr Bestes geben. Leider stürzte Przemyslaw und konnte nicht mehr weiterfahren. Auch Piotr hatte einen heftigen Sturz, fing sich aber wieder und hat trotz der Sorge um seinen Bruder gut gepunktet." Trotzdem gibt Berger, dem gemeinsam mit seinem Team nun die Bronze in der Meisterschaft bleibt, ein Kompliment an die Mannschaft, die sich nach dem Sturz von Przemyslaw nicht aufgegeben hat. „Und die Zuschauer haben spannende Rennen gesehen."

1. Wolfslake Falubaz Berlin 44 LP / 2 MP (Aleksandr Loktaew 12, Kamil Adamczewski 9, Marcin Sekula 4, Krysztof Jablonski 13, Rene Deddens 6)
2. Nordsterne Stralsund 41 LP/ 0 MP (Przemyslaw Pawlicki 5, Piotr Pawlicki 18, Tobias Busch 4, Mikkel Bech 7, Mathias Schultz 7)

Tabelle:

Team MP LP
1. Landshut Devils
6 174
2. Wolfslake Falubaz Berlin
6 169
3. Nordsterne Stralsund
4 180
4. Brokstedt Wikinger
2 161
5. Wölfe Wittstock 2 146
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