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15.07.2013:

Pressemitteilung der SVG Nr. 26 / 2013

Brokstedt Wikinger beenden Saison mit Auswärtssieg

© Schubert

Das Team vom MSC Brokstedt landete in seinem letzten Rennen in der Speedway-Bundesliga einen souveränen 52:34-Auswärtssieg bei den „Wölfen“ in Wittstock.


Der MSC Brokstedt e.V. im ADAC beendet die diesjährige Saison in der Speedway-Bundesliga mit einem deutlichen Auswärtssieg. Bei den „Wölfen“ in Wittstock bestach das Team aus Schleswig-Holstein durch die mannschaftliche Geschlossenheit. Mit Tobias Kroner, Kevin Wölbert und dem Finnen Timo Lahti hatten die „Wikinger“ gleich drei Fahrer in den eigenen Reihen, die mit jeweils 13 eingefahrenen Punkten die Säulen des 52:34-Sieges waren. Auf Seiten der Gastgeber war lediglich der Pole Sebastian Ulamek mit 19 Punkten in der Lage dem fahrerischen Können der Gäste etwas entgegen zu setzen. Zwar konnten die Dossestädter den ersten Lauf in diesem unterhaltsamen Duell für sich entscheiden, danach trumpften jedoch die Gäste aus Brokstedt auf und gewannen auch in dieser Deutlichkeit verdient. Als Wittstock im siebenten Lauf Sebastian Ulamek als „Joker“ setzte, dieser jedoch von Tobias Kroner geschlagen wurde, schien sich die Niederlage der Gastgeber abzuzeichnen. In der Folge ließ sich die Mannschaft, die von Teammanagerin Sabrina Harms glänzend für das Rennen eingestellt wurde, nicht mehr aus dem Rhythmus bringen und präsentierte Speedway von höchster Qualität. Harms „Die Jungs haben sich heute für den Club ausgesprochen engagiert auch wenn es sportlich für uns um nichts mehr ging.“ Für den Sprung in das Bundesliga-Finale hat es letztlich nach drei Niederlagen nicht gereicht. „Natürlich hätten wir gerade in unserem Jubiläumsjahr den Titel nach Schleswig-Holstein geholt“, so MSC-Pressesprecher Michael Schubert. Sportlich wurde das Heimrennen gegen den AC Landshut dabei zwar gewonnen (43:41), aufgrund von zwei nicht startberechtigten Fahrern, die vom MSC kurzfristig verpflichtet wurden, wurde das Rennen jedoch mit 41:30 für Landshut gewertet. „Wir wollten unsere Veranstaltung retten und hatten uns dazu entschlossen eine Mannschaft aufzustellen um überhaupt fahren zu können.“ Hintergrund war die Tatsache das sowohl Kroner als auch Wölbert und Lahti damals aufgrund internationaler Verpflichtungen und einer Rennverschiebung nicht in Brokstedt fahren durften. „Jetzt werden wir für unsere Bemühungen im Sinne des Bahnsports doppelt bestraft“, so Schubert. Zum Einen steht die sportliche Niederlage zu Buche, zum Anderen gab es jetzt sogar noch eine finanzielle Strafe von 500 Euro, die vom Deutschen Motorsport Bund (DMSB) aufgrund der Tatsache verhängt wurde, dass gegen Landshut zwei Fahrer eingesetzt wurden, die nicht hätten starten dürfen. Schubert: „In meinen Augen ist dies Paradox und ein ärgerlicher Akt der Bürokratie. Wir haben versucht im Sinne des Sports ein Rennen zu retten und kriegen jetzt den Dank des Verbandes dafür. Ich persönlich sehe dies als einen weiteren Schritt den Vereinen das Interesse an der Speedway-Bundesliga zu nehmen. Es wird Zeit, dass sich die Vereine in Deutschland, die Speedway-Sport anbieten, an einen Tisch setzen und nach Alternativen und neuen Wegen suchen. Wir brauchen Ideen und Regularien, die für die Fans attraktiv und für die Clubs einfach umzusetzen sind. Wenn keine entscheidenden Änderungen vorgenommen wird, wird der Sturz des Bahnsports in Deutschland in die weitere Bedeutungslosigkeit statt gestoppt nur noch beschleunigt werden.“

1. Brokstedt Wikinger 52 Laufpunkte / 2 Matchpunkte (Zengota- PL 6, Lathi- FIN 13, Wölbert 13, Kroner 13, Jakobsen- DK 7)
2. Wölfe Wittstock 34 Laufpunkte / 0 Matchpunkte (Ulamek 19, Pulczynski- bd. PL 7, Haupt 1, Huckenbeck 6, Mauer 1)

Tabelle:
1. Wolfslake 3 125 4
2. Landshut 3 123 4
3. Stralsund 2 106
4. Brokstedt 4 161 2
5. Wittstock 4 146 2

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